Wissenschaftler aus elf norddeutschen Einrichtungen sollen die Folgen des Klimawandels in der Deutschen Bucht erforschen. Ziel sei ein Auswertungssystem, um die Veränderungen durch den zunehmenden Schiffsverkehr und die Offshore-Industrie in dem Ökosystem Wattenmeer zu bewerten, teilten die Niedersächsischen Ministerien für Wissenschaft sowie Umwelt und Klimaschutz mit. Das Projekt werde in den kommenden drei Jahren mit 3,3 Millionen Euro aus Landesmitteln finanziert.
Für eine nachhaltige und schonende Nutzung der Küstengewässer sei es wichtig, die Umwelteinflüsse zu messen und ihre Wechselwirkungen zu beobachten, hieß es. Nur so könnten Politik, Wirtschaft und Verbände wissenschaftlich fundiert beraten werden. Gemessen werde auch, ob die gültigen deutschen und europäischen Richtlinien eingehalten werden. Mit besonderen Seekarten solle Unfällen in dem einzigartigen Ökosystem Nordsee vorgebeugt werden. Auch der Küstenschutz werde profitieren. Auf Veränderungen im Wattenmeer könne schneller regiert werden, weil sie früher erkannt würden.
Beteiligt sind das Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst, das Wilhelmshavener Senckenberginstitut, das Institut für Photogrammetrie und Geoinformation an der Universität Hannover, das Institut für Chemie und Biologie des Meeres an der Universität Oldenburg, das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen und das Institut für Küstenforschung am Forschungszentrum Geesthacht.
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