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Home Aktuelles Jade: Salzabwasser-Entsorgung der Kali-Industrie?

Jade: Salzabwasser-Entsorgung der Kali-Industrie?

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Im Streit über den Bau einer Salzabwasser-Pipeline zur Nordsee ist keine Einigung in Sicht. Mit der rund 400 Kilometer langen und bis zu 500 Millionen Euro teuren Pipeline soll salzhaltiges Abwasser aus den Werken des Kasseler Kaliherstellers K + S entsorgt werden. Bis spätestens 2020 soll die Einleitung von Salzabwasser in die Werra vollständig einstellt werden. Stattdessen solle der Konzern eine Pipeline vom hessisch-thüringischen Kali-Revier bis zur Nordsee bauen und das Abwasser so direkt ins Meer leiten.

Eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums gab zu bedenken, dass es - sollte es doch zum Bau einer Pipeline kommen - zunächst ein langwieriges Raumordnungsverfahren geben müsste. Das sei für das letzte, 80 Kilometer lange Teilstück bis zur Nordsee, wo noch keine Trasse oder andere Pipeline verläuft, notwendig. Und gegen die Einleitung von Salzabwässern sowohl in die Weser als auch in die Nordsee spreche die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Niedersachsen einzuhalten habe.

Bei dem Streit geht es um die Entsorgung von 14 Millionen Kubikmeter Salzlauge, die pro Jahr bei der Kali-Förderung der Firma K + S anfallen. Bislang wird das Salzwasser in Werra und Weser gekippt. Die Fernleitung soll - im Fall ihres Baus - ab dem Jahr 2020 Abhilfe schaffen. Sie soll dann entweder am Jadebusen bei Wilhelmshaven enden oder nördlich des Vogelschutzgebietes Alte Mellum im niedersächsischen Wattenmeer.


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Aktualisiert ( Donnerstag, den 09. Dezember 2010 um 14:45 Uhr )  

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