Bereits Ende September 2009 bewilligten die bremische Deputation für Wirtschaft und Häfen sowie der Haushalts- und Finanzausschuss öffentliche Mittel in Höhe von 11,3 Millionen Euro für den Bau einer öffentlichen Marina einschließlich des Umbaus der Nordkaje am Europahafen und die Erschließung der Flächen westlich des Schuppen Drei. Die Projektsteuerung obliegt der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (WFB). Jetzt, mit dem einsetzendem Tauwetter, sollen die Bauarbeiten beginnen.
Die geplante Marina soll aus zwei Sektoren bestehen, einem öffentlichen und einem privaten. Die Konzeption für den öffentlichen Abschnitt läuft derzeit, Baubeginn soll spätestens Frühjahr 2010 sein. In das Hafenbecken sollen mit deutlichem Abstand zur Kaje vier Schwimm-Pontons mit einer Länge von je 25 und einer Breite von vier Metern gelegt werden. Nach derzeitigen Planungen entstehen hier insgesamt sechs Liegeplätze für kleinere Schiffe sowie ein Liegeplatz für regelmäßige Anfahrten.
Nach Meinung der Wirtschaftsförderer könnten hier in Zukunft beispielsweise Fähren und Ausflugsdampfer der „Hai Över-Flotte" anlegen oder größere Segelschiffe. Für die anderen Plätze sieht die WFB beispielsweise historische Schiffe vor. Interessenten für die Liegeplätze sind vorhanden, und die ersten Gespräche hierzu werden derzeit vertieft. Nach der Fertigstellung kann die Marina für private Segelyachten oder Motorboote erweitert werden. Außerdem gebe es Interessenbekundungen von Vereinen, die ihre angestammten Liegeplätze womöglich aufgeben würden, um im Europahafen ein neues zu Hause zu finden.
Wer beobachtet hat, wie begeistert die Sportbootmarina an der Schlachte u.a. auch von Skippern aus anderen europäischen Ländern angenommen worden ist, kann sich gut vorstellen, dass Liegemöglichkeiten im neuen Überseestadt-Quartier mit seinen vielfältigen Attraktionen zweifellos eine qualitative Bereicherung für das Wassersportrevier Weser sein werden.
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