Das Land will den Friedrichskooger Hafen offensichtlich dicht machen. Seit Jahren schwebt die Absicht, den Landeshafen im Nordseebad aufzugeben, wie ein Damoklesschwert über Friedrichskoog. Immer wieder konnte sich die Gemeinde erfolgreich dagegen wehren. Einerseits liegt dort die größte Granatkutterflotte Schleswig-Holsteins. Andererseits ist auch der kleine Hafen ein touristischer Magnet.
Im zusammenhang mit dem Hafen gibt es noch offene Fragen. Eine davon betrifft die Ausbaggerung der Fahrrinne, die alljährlich mit rund 700.000 Euro im Landeshaushalt zu Buche schlägt. Hier gäbe es laut der Lokalpolitiker eine günstige Alternative: Ein Privatunternehmer übernimmt das Freihalten der Fahrrinne und darf den so erhaltenen Sand auf eigene Rechnung vermarkten.
Klar ist: Zu verkaufen ist der Hafen nicht. Schon vor Jahren hat das Land dies versucht - zum symbolischen Preis von einem Euro. Doch die Liegenschaft will niemand haben. Denn der Betrieb geht ins Geld und ist für die Gemeinde nicht zu bezahlen.
Kreispolitiker aus Friedrichskoog fordern nun von der Landesregierung, "kurzfristig zu einem Runden Tisch in Friedrichskoog" einzuladen. Denn: "Bei einer derart einschneidenden Entscheidung ist es ein Gebot der Fairness, dass die Region zu einem frühen Zeitpunkt vor der Entscheidung umfassend einbezogen wird." Es wäre "ein fatales Signal und ein immenser Vertrauensbruch", wenn eine Entscheidung bereits gefasst werde, ohne vorher die Betroffenen zu hören.
Der Protest reicht bis nach Berlin. "Das ist vor allem für den Tourismus fatal und ich kann mich nur den Kritikern anschließen", sagt die Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms (Grüne). Der Tourismus könne eine umweltschonende und nachhaltige Möglichkeit sein, um Orte attraktiver zu machen und Arbeitsplätze in der Region zu halten. "Die Politik der Landesregierung stellt sich dieser zukunftsträchtigen Chance für Friedrichskoog entgegen."
| < Zurück | Weiter > |
|---|







Kommentare
http://www.landesrechnungshof-sh.de/index.php?getfile=bm10-pressemitteilung.pdf
anderen Häfen in der Region auch) und dass man in Friedrichskoog einfach Maßnahmen zur Übernahme des Hafenbetriebes (Zweckverband) verschlafen hat. Die Gemeinde könnte ja auch etwas von den Einnahmen über die
Kurtaxe zur Hafenerhaltung verwenden. € 2,50 pro Erwachsener pro Tag sind ja nicht gerade wenig ! Und die deftigen Parkgebühren am Strand spülen doch wohl auch nette Einnahmen in die Kasse, oder !