Sie sollte längst auf dem Weg über den Atlantik in die Karibik sein. Doch kurz nach dem Start vor der Küste Westirlands kam die von Wissenschaftlern der britischen Uni Aberystwyth entwickel te „Pinta“ infolge eines Sturms ab vom Kurs.
Offenbar hielt schon nach kurzer Zeit der Bordcomputer, der das Segelboot eigenständig steuern sollte, dem Wetter nicht stand. Das Boot bekam es nach wenigen Tagen auf See mit heftigen Stürmen zu tun. Über eine Satellitenverbindung sendete “Pinta” anfangs ausführliche Positionsreports. Damit war ebenfalls schnell Schluss.
Über ein zweites Tracking-System, das für den Notfall an Bord installiert war, übermittelte “Pinta” einige Tage lang immerhin weiter ihre Position. Während dieser Zeit kreuzte die für den Transatlantik-Törn umgebaute Kieljolle vom Typ Topper Taz bereits hoffnungslos vom Kurs abgekommen vor der westirischen Küste auf und ab.
Anfangs hoffte Projektleiter Dr. Mark Neal noch, dass „Pinta“ irgendwo wieder an eine Küste gelangen würde, wo man sie hätte bergen können. Mittlerweile aber scheinen sich die Befürchtungen bewahrheitet zu haben, wonach nun auch der Not-Tracker ausgefallen ist. Die letzte Positionsmeldung der “Pinta” kam am 29. September. Seitdem gibt es keine Spur mehr von ihr.
Zwar waren auch zuvor schon einzelne Positionsmeldungen nicht empfangen worden. Aber nie über einen solch langen Zeitraum von mehreren Tagen. Dr. Neal hat inzwischen die Hoffnung aufgegeben, “Pinta” retten zu können.
Mit dem Scheitern “Pintas” ist das für dieses Jahr angesetzte Rennen autonomer Segelyachten über den Atlantik vorzeitig beendet. “Pinta” wäre ohnehin das einzige Teilnehmerboot gewesen, nachdem ein französisches Konkurrenzteam kurz vor dem Start seine Meldung zurückgezogen hatte.
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