An der Jade werden in den kommenden Monaten zwei Leuchttürme neu gebaut, um die Richtfeuerlinie Jappensand einzurichten. Im Zuge des Baues des Jade-Weser-Ports muss die vorhandene Fahrrinne verlegt und durch eine neue Richtfeuerlinie Jappensand kennzeichnet werden. Die beiden Türme der alten Richtfeuerlinie Eckwarden werden entsprechend zurückgebaut. Beide Leuchttürme stehen im Tidebereich der Jade. Das Oberfeuer wird eine Höhe von 38 Metern und eine Tragweite von 14,5 Seemeilen haben. Das kleinere Unterfeuer wird 15 Meter hoch und wird knapp 12 Seemeilen weit zu sehen sein. Bei den Richtfeuertürmen handelt es sich um Stahlkonstruktionen mit einem Rohrdurchmesser von 3,4 Meter (Oberfeuer) bzw. 3 Meter(Unterfeuer). Der Abstand zwischen den Türmen beträgt ca. 2sm.
Mit den Bauarbeiten wird in Kürze begonnen werden. Die Schifffahrt wird um Rücksichtnahme gebeten. Die Richtfeuerlinie Eckwarden soll amtlichen Planungen zufolge abgerissen werden. Vor diesem hintergrund hat sich eine Bürgerinitiative Leuchtfeuer Eckwarderhörne gebildet. Ihr Ziel ist es, den 1961 erbauten charakteristischen vierbeinigen Leuchtturm an der Butjadinger Küste zu erhalten. Vorsitzender Wilhelm Has aus Eckwarderhörne und seine rund 50 Mitstreiter sind zuversichtlich, dass es ihnen gelingen wird. Der äußerste Zipfel von Eckwarderhörne, das Preußeneck und Standort des Oberfeuers Eckwarden, hat 1853 Kaiser Wilhelm (damals noch König von Preußen) gekauft, als er vom Oldenburger Großherzog Land an der Jade zur Anlage eines Kriegshafens erwarb.
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