Erst Borkum, jetzt Juist: Schon wieder ist ein Schiff vor einer ostfriesischen Insel auf Grund gelaufen. Das 47 Meter lange Küstenmotorschiff "Tina" ist gestern Nacht gegen 23.00 Uhr im Wattfahrwasser der Juister Balje südlich der Insel Juist fest gekommen. Die „Tina“ hatte Steine für Befestigungsarbeiten geladen. Versuche des 65-jährigen Kapitäns scheiterten bislang, sein Schiff wieder frei zu bekommen.
Bisherigen Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei in Wilhelmshaven zufolge lief das zurückliegende Nachthochwasser rund 30 Zentimeter niedriger auf als normal. Möglicherweise wurde der geringere Wasserstand dem Schiffsführer zum Verhängnis. Ob und in welchem Umfang das Motorschiff, das Baustoffe geladen hat, dabei beschädigt wurde, ist noch unbekannt. Eine Gefahr für die Umwelt besteht laut WSP derzeit nicht.
Derzeit ist geplant, Teile der Ladung auf ein anderes Schiff umzuladen, um den Tiefgang des Havaristen zu verringern. Danach soll das Frachtschiff mit dem nächsten Hochwasser wieder flott gemacht werden. Beamte der Wasserschutzpolizei ermitteln zudem, ob dem Kapitän ein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann. Dazu werden Aufzeichnungen über die Route ausgewertet, um den Kurs zu rekonstruieren.
Bereits seit Anfang Februar sitzt vor Borkum das Frachtschiff „Nordland“ am Strand fest (wir berichteten). Der Emder Besitzer hat es inzwischen aufgegeben, über das weitere Schicksal entscheiden die Versicherer. Bisher ist unklar, ob es am Strand zerschnitten werden muss oder weggeschleppt werden kann.
| < Zurück | Weiter > |
|---|







Kommentare