
Baltrum ist die kleinste und mittlere der Ostfriesischen Insel. Erreichen kann man sie von Neßmersiel, Norderney oder Langeoog bzw. Dornumersiel/accumersiel aus. Fährverbindungen mit dem Festland und ein Flugplatz sind vorhanden.
Die Insel ist autofrei. Kutschen, Fahrräder und Handwagen dominieren den „Verkehr“. Der Fußweg vom Hafen ins Dorf beträgt 5 bis 10 Minuten. Die Insel ist rund 5km lang und 2km breit. Die Fläche beträgt 9 qkm, die Einwohnerzahl 530. Es ist einfach ein schönes, vor allem überschaubares Inselchen. An einem Nachmittag kann man gemessenen Schrittes die ganze Insel umwandern.
Baltrum ist eine dörflich geprägte Familieninsel, ein ruhiges Seebad ohne aufwändige Einrichtungen. Der Ort ist in West- und Ostdorf geteilt. Straßennamen gibt es nicht, nur Hausnummern. Im Westdorf sind noch einige ursprüngliche Inselhäuser zu besichtigen. Der Strand erstreckt sich am Nordrand der Insel. Man kann Wanderungen über die Insel bis zu den Seehundsbänken im Osten unternehmen oder Wattwanderungen zur Küste. Bei weniger gutem Wetter empfiehlt sich die Nutzung des Hallenbades.
Der schmale Strand ist nahe beim Dorf, hinter einer lang gezogenen Hügelkette. Im Osten läuft die Insel in einer immer wieder überfluteten Sandplatte aus, die unmerklich in der Accumer Ee verschwindet. Nach Süden, zum Watt hin, erstrecken sich große Feuchtwiesen.
Der Baltrumer Hafen an der Südwestkante der Insel ist vor einiger Zeit ausgebaut worden. Dabei hat auch der Yachthafen einen Umbau erfahren. Hier stehen an Fingerstegen etwa 50 Liegeplätze zur Verfügung, die fast alle von Vereinsmitgliedern des Baltrumer Bootsclubs (BBC) belegt sind. Gastlieger können an einigen Fingerstegen und längsseits an zwei Hauptstegen festmachen. Zur Böschung hin wird es flach. Der Hafen fällt aber nicht trocken. Strom- und Wasseranschlüsse sind vorhanden, die Stege sind nachts beleuchtet. Liegegeld wird kassiert oder im Container des Flugplatzes entrichtet. An Land gegenüber der Brücke zu den Stegen steht ein relativ neues, schmuckes Häuschen mit den sanitären Anlagen und Tonnen zur Müllentsorgung.
Die Pier ist von den Fähren und Inselversorgern besetzt. An einer Brücke neben der Rampe liegt das Rettungsboot der DGzRS. Diesel oder Benzin kann nicht gebunkert werden. Einkaufen und Versorgen im Ort (5 Minuten zu Fuß). Brötchen gibt es beim Bäcker im Dorf. Das Nationalparkhaus findet sich am Ortseingang.
Ansteuerung des Hafens
Der Hafen ist nur über ein Wattfahrwasser zu erreichen. Die Wichter Ee ist nicht ausgetonnt und nicht passierbar. Alle drei Wattfahrwasser nach Baltrum, die Baltrumer Balje, die Neßmersieler Balje und das Norderneyer Wattfahrwasser, treffen sich dicht vor der Osthuk von Norderney bei der grün-rot-grünen Leuchttonne D 19 / Baltrumer Balje 2. Man fährt dabei hart am Strand von Norderney entlang, also dicht an die Tonne D 19 / Baltrumer Balje 2 heranfahren. Danach dann auf den Leitdamm zu, auf dessen Kopf ein 3 m hoher, roter Pfahl steht. Aber Vorsicht: die davor befindlichen Pricken beachten! Der Pfahl ist befeuert (Leitfeuer weiß, rot, grün), aber trotzdem ist Baltrum nachts für Ortsfremde nicht anzulaufen.
Die Ostseite des Fährhafens ist untief, man darf nicht über die Pricken hinausfahren. Das gilt besonders beim Einlaufen in den Bootshafen, wo ein schmales Flach ziemlich weit ins Wasser hineinreicht.
Bei Winden aus SW wird es im Hafen sehr unruhig.
Durch die flachen Wattfahrwasser sind die Tiefgänge der Boote eingeschränkt. Das Norderneyer Wattfahrwasser können bei günstigen Verhältnissen Boote mit bis zu 1,60 m Tiefgang, das Baltrumer Wattfahrwasser Boote bis zu 1,40 m befahren. Bei Nipptide und anhaltendem Ostwind sind beim Tiefgang Abstriche zu machen. Das ist bei einem Besuch Baltrums immer zu beachten, wenn man nicht auf günstigere Bedingungen warten will oder kann.
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Kommentare
es muss D 19 statt 21 heißen, s. aktuelle Karte BSH 3015 Bl. 2
Gruß Christian
Anmerk. der Red.: Vielen Dank, wurde korrigiert.