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Borkum

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Borkum ist von allen Ostfriesischen Inseln diejenige, die man selbst unter sehr ungünstigen Bedingungen erreichen kann. Das ist dem breiten und tiefen Mündungstrichter der Ems zu verdanken, eines viel Wasser führenden Flusses, der dadurch die Fahrwasser so tief hält.

Zwar gibt es in der Mündung viele Sände, die ohne Frage gefährlich werden können, doch keine Barre. Selbst bei Niedrigwasser kann man gut durch die Ansteuerung kommen, vorausgesetzt, die anderen Faktoren, vor allem der Wind, sind nicht zu ungünstig.

Ansteuerung:
Borkum kann man, wie andere Inselhäfen auch, von See und aus dem Watt ansteuern. Von See gelangt man über die Westerems in die Fischerbalje, die emsaufwärts hinter der roten Tonne 18 mit etwa 80° abzweigt. An der Nordseite der Fischerbalje befindet sich ein bei Hochwasser überspülter Leitdamm, auf dessen Kopf eine dreibeinige Bake mit einem rot-weiß-grünen Leitfeuer steht. Die Fischerbalje ist gut ausgetonnt, die grünen Tonnen F 1 und F7 sind befeuert. Glei­ches gilt für die Ansteuerung aus der Ems aus Richtung Emden. Vom Watt erreicht man Borkum durch das Borkumer Wattfahrwasser. In Höhe der ehemaligen Kasernen wechselt die Bezeichnung von Pricken an der West- und Nordseite auf Stangen (Besen nach unten) an der Ostseite des Fahrwassers. Der Anleger der Fähren aus Emden und Eemshaven liegt östlich der Einfahrt zum Schutzhafen. Wahrschau: Reger Fährverkehr! Die Fähren wenden in der Fischerbalje.

Borkum kann von der Ems aus auch nachts problemlos angesteuert werden.

Borkum hat zwei Bootshäfen: Der ältere (Burkana) liegt im Schutzhafen, dem ehemaligen Marinehafen, und der jüngere (Port Henry) liegt westlich davon mit der Einfahrt direkt von der Fischerbalje.

Der Schutzhafen wurde vor dem Zweiten Weltkrieg als Marinehafen gebaut. Die Marine ist inzwischen abgezogen, so dass ein ziemlich großes Hafenbecken der zivilen Nutzung zur Verfügung steht. An großen Pontons können Sportboote festmachen. An der Westseite liegen die Schwimmstege des Wassersportvereins Burkana Borkum (WSVB). Zwei Pontons sind belegt mit dem Rettungskreuzer der DGzRS, mit einem Museumsschiff (ehemaliges Feuerschiff Borkum Riff) und mit Booten der Schifffahrtsverwaltung. Der Hafen ist tief genug für Schiffe jeder Art. Leider entsteht sehr schnell recht starker Schwell, der manchmal unangenehm stört. Die Borkumer planen derzeit eine Lösung für dieses Problem. Die Stege sind beleuchtet, Wasser- und Stromanschlüsse sind vorhanden, genauso wie Entsorgungseinrichtungen. Sanitäre Anlagen finden sich im Clubhaus. Diesel bunkern ist möglich. Beide Seiten der Hafeneinfahrt sind befeuert. Das Hafengelände ist sehr ausgedehnt.

Westlich des Schutzhafens liegt ein privater Bootshafen (Port Henry) mit etwa 150 Liegeplätzen für Gäste. Die Einfahrt liegt bei der Tonne F 10 der Fischerbalje. Der Hafen fällt nicht trocken, er ist aber nicht sehr tief und in der Einfahrt befindet sich eine Barre. Tiefgehende Schiffe müssen am Oststeg festmachen. Der Hafen ist wegen seiner zum Teil maroden Steganlagen nicht bei jedermann beliebt.
Wasser- und Stromanschlüsse sind vorhanden und die Stege sind auch beleuchtet. Im Sommer machen hier oft Niederländer fest. Die sanitären Anlagen und ein Restaurant befinden sich oben an Land. Die Sanitäranlagen haben recht eigenwillige Öffnungszeiten: Mittags werden sie zwecks Reinigung geschlossen und Nachts sind sie ebenfalls zu. Beim Hafenmeister kann man sich Fahrräder ausleihen und auf Bestellung und Vorkasse bekommt man morgens auch frische Brötchen.

Der Weg von beiden Häfen in die Stadt beträgt nahezu 7 km, deshalb also entweder Fahrrad leihen oder mit dem Bus oder mit der Inselbahn fahren. In der Stadt kann man natürlich alles einkaufen.

Borkum ist zuallererst ein Seebad, wie die anderen auch, etwas größer als die anderen wohl auch etwas lauter als die meisten. Die Insel rühmt sich eines ausgeprägten Hochseeklimas, das durch ihre weit seewärtige Lage begünstigt wird. Borkum hat 5800 Bewohner - dazu kommen im Sommer an die 130000 Urlauber. Wenn nicht mit dem Bus, so kann man auch mit dem gelb­grünen Inselbähnchen in die Stadt fahren. Man kommt dann direkt beim Kurviertel an, am altmodischen, 1888 erbauten Bahnhof. Überragt wird das alles von dem Neuen Leuchtturm, der mit­ten im Kurviertel auf einem kreisrunden Platz steht.

Nicht weit vom Neuen Leuchtturm liegt das alte Borkum, das sich um den schon 1576 erbauten Alten Leuchtturm schart. Fernab vom Trubel des Seebads ist Borkum eine unglaublich stille, auch sehr schöne Insel geblieben, besonders im östlichen Teil, der fast ganz unberührt ist. Von der Osthuk der Insel hat man einen wunderschönen Blick auf die Osterems, auf die Inseln Memmert und Juist.

Auch die im Südosten befindliche große Bucht Hopp liegt noch in großer Einsamkeit da. Der Hopp war früher ein gesuchter Ankerplatz; inzwischen hat die Bucht aber so wenig Wasser, dass bestenfalls noch ein holländisches Plattbodenschiff dort liegen könnte, wenn es denn dürfte (Zone 1).

Burkana-Hafen

Anfang 1997 eröffneten wir den Burkana-Hafen: tidefreie Liegeplätze, besonders auch für große und tiefgehende Yachten und Berufsfahrt, genügend WC-, Dusch- und Waschräume und Sauna Hafenkontor VHF K17, Wetterbericht, Internet-Kaffee u.v.m.!

http://www.borkum-hafen.de/


Yachthafen Borkum "Port Henry"

Dauer- und Tagesliegeplätze an Schwimmstegen, mit Wasser- und Stromanschluß. Restaurants und Sanitäranlagen.

http://www.borkumnet.de/homepage/yachthafen/

Kommentare

avatar Bohnenkamp
+2
 
 
Guten Tag,
es ist schon ein jämmerliches Bild, nach Borkum einzulaufen und es empfängt Dich der "Hafen" Port Henry. Im Burkanahafen könnte man einen für diese Insel würdigen Hafen errichten. Warum wird das nicht getan? Mag die Insel keine Segler?
Mit freundlichem Gruß
Günther Bohnenkamp
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