
Ausschlaggebend für die Einlaufrichtung ist der Quadrant aus dem man kommt.
Vom Westen / Süden läuft man in die Neue Weser (Hauptfahrwasser) ein – das ist bei hartem Wetter sowieso jedem anzuraten – egal aus welchem Quadranten er kommt. Die "Türme" (Roter Sand und Alte Weser) bleiben also schön an Bb.
Vom Norden her geht’s bei handigem Wetter in die Alte Weser. Hier muss man sich beim Leuchtturm Alte Weser entweder für das Hauptfahrwasser (Hohewegrinne) oder für das Nebenfahrwasser (Tegeler Rinne) entscheiden. Beide vereinigen sich nahe Bremerhaven wieder; zwischen ihnen liegt auf einer Länge von 15 sm mehrere, teilweise trockenfallendes Flachs (Kleine Tegeler Plate, Tegeler Plate und Robbenplate). Auf der Tegeler Plate steht der 24 m hohe, rote Leuchtturm Tegler Plate (teils Leit-, teils Sektorenfeuer).
Hohewegrinne
Die Hohewegrinne ist ca. 1sm breit und ist gut betonnt, allerdings kompliziert befeuert, Das Fahrwasser zieht sich zwischen Tegeler Plate und Mellumplate hin und ist trotz dieser Sände wenig geschützt. In ruhigeres Fahrwasser gerät man erst querab vom Leuchtturm Hohe Weg (besonders schöner, alter Leuchtturm). Etwa 1,4 sm danach zweigt dann der Fedderwarder Priel nach Südwesten ab. Hier erhält das Fahrwasser einen anderen Namen (Fedderwarder Fahrwasser) und etwa 2sm weiter fangen die Leitdämme. Der östliche ist 6sm lang, der westliche 2sm. An beiden Seiten des Fahrwassers liegen Querbuhnen; die des westlichen Leitdamms tragen auf ihren Köpfen schwarz-gelb-schwarze Stangen, die bezeichnet sind. Die östlichen tragen gelb-schwarzgelbe Stangen und sind nummeriert (mit geraden Nummern). Wahrschau: Leitdämme und Buhnen sind bei HW überflutet! Wahrschau, das Fahrwasser verläuft teilweise haarscharf an den Buhnenköpfen entlang und die entstehenden Strom-versätze sind nicht zu verachten.
Tegeler Rinne
Die Tegeler Rinne und ihre Fortsetzung, der Wurster Arm, sind beide nicht befeuert. Die Tonnen liegen ziemlich weit auseinander und die Sände reichen teilweise dicht ans Fahrwasser. Bei den in der Seekarte gestrichelten dicken Linien im Wurster Arm handelt es sich um abgesackte Buhnen und Leitwerke aus der Zeit der Weserkorrektion, die allerdings so tief liegen, dass sie einer Yacht nicht mehr gefährlich werden können. Auch hier stehen zur Sicherheit auf den Köpfen Stangen: im Westen schwarz-gelb-schwarze, im Osten gelb-schwarz-gelbe. Etwa in Höhe der Richtfeuer Dwarsgat und der Mündung des Fedderwarder Prieles im Westen kann man durch das Dwarsgat bei entsprechendem Tidestand vom Wurster Arm in das Hauptfahrwasser wechseln. Das Fahrwasser verengt sich jetzt stetig, obwohl sich nach Westen eine weite, fast endlos erscheinende Wasserfläche erstreckt, der Langlütjensand. Der fällt bei NW aber hoch und weit trocken.
Hinweis: Beim Einlaufen in die Geestemündung ist ein 8s langes Schallsignal zu geben. Sieht man an der NE-Seite der Schleuse ein weißes Blinklicht, darf man nicht in den Schleusenvorhafen einlaufen, kann jedoch notfalls geradeaus erstmal in die Geeste fahren bis zum Anleger vor dem Sturmflutsperrwerk.
Ansteuerung nachts
Revierfremden kann nur abgeraten werden. Die komplizierte Befeuerung der Weser lässt eine Nachtfahrt schnell in Stress umschlagen, jedoch helfen die Leuchttonnen in jedem Tonnenstrich bei der Navigation. Die Kräne der Containerkaje Bremerhavens und das Lichtermeer auf den Terminals der Stromkaje sind schon von weitem sichtbar und die Lichter der Leuchttonnen sind in diesem Gewirr dann nur noch schwer auszumachen.
Liegeplatze und Versorgung:
Die ersten möglichen Liegeplätze von See kommend liegen verborgen hinter der Schleuse NEUER HAFEN, deren Einfahrt quasi eingerahmt wird durch den Alten Leuchtturm auf der Nordseite und die künstlichen Felsen des Zoos am Meer (siehe auch hier).
Die Schleusung ist über UKW K69 ca. ¼ Stunde vorher anzumelden.
Dahinter liegt die Lloyd Marina.
Den Hauptanteil der Liegeplätze erreicht man durch die Geestemündung, die sich unmittelbar südlich von dem hohen Funkturm zur Weser hin öffnet. In der von zwei Molen umrahmten Geestemündung mit der ca. 100 m breiten Einfahrt herrscht in der Regel starker Verkehr
(Fährverkehr u. mit Stromversatz ist zu rechnen).
1. Schlengelanlage in der Geestemündung gegenüber dem Tonnenhof direkt vor dem Sturmflutsperrwerk
2. Motorboote, die unter der Kennedy-Brücke hindurch fahren können, liegen an den Stegen dahinter sehr viel ruhiger.
3. City-Port Bremerhaven, in der Geeste, Wassertiefe 3,5 m. Ganz nahe am Zentrum. Gute Versorgung: WC, Duschen, Waschmaschine, Wasser und Strom. Allerdings nur von Motorbooten oder Segelbooten mit gelegtem Mast zu erreichen.
4. Nahe zum Stadtzentrum ist es auch vom Hafen des Weser Yachtclubs aus, der am Hauptkanal liegt (Bb hinter der Fischereihafen -Doppelschleuse). Der Hafen des Weser Yachtclubs befindet sich hinter einer Drehbrücke. Gastboote finden davor Plätze: links vor der Brücke ein Wartesteg, rechts Boxen (grünes Schild, wenn frei). Die Einrichtungen des Hafens dürfen auch von Gästen benutzt werden (Clubhaus mit entsprechenden Einrichtungen, Wasser am Steg, 10-t-Kran). Der Hafen ist sehr ruhig.
5. Nordsee-Yachting liegt am Rande eines sumpfigen, mit Büschen bewachsenen Geländes, sehr ruhig, wie in einem Park, mit guten Einrichtungen: Tankstelle, Wasser am Steg, Zubehör und einer Kneipe im ehemaligen Leuchtturm Brinkama Hof. Beim Ansteuern auf ein Flach achten, das vor den Stegen liegt (mit Pricken markiert). Siehe auch www.marina-bremerhaven.de/nyc.html und www.nordsee-yachting.de
6. Der Wassersportverein Wulsdorf, ganz am Ende des Beckens: ein schöner, typischer Vereinshafen. Gemütlich, mit altersgrauen Hallen für das Bootswinterlager, dem Jugendsegelzentrum Bremerhaven, einem schönen Grillplatz, einem Kinderspielplatz und einem Bootshaus unter Bäumen mit Vereinsgaststätte und Sanitärräumen. Im Hafen gibt es ferner einen Slip und einen 12t Travellift.
7. Am Ende des Beckens Fischereihafen II gibt es die "Fischmeile" mit vielen Kneipen, Restaurants u. Geschäften, Museumsschiff usw. u.a. zwei große Gastschlengel (siehe auch hier).
Im Fischereihafen jede Menge Zubehör- und Reparaturbetriebe.
Für Binnenfahrer: Durch die Geestemündung kommt man zum Schifffahrtsweg Elbe - Weser (Hadelner Kanal), der bei Otterndorf, flussaufwärts von Cuxhaven, in die Elbe mündet.
Fischereihafenschleuse: Beim Einlaufen Schallsignal dreimal lang oder Anruf auf Kanal 69. Feste Schleusenzeiten für die kleine Kammer in der Saison:
Volle Stunde = Ausschleusen
Halbe Stunde = Einschleusen
Treibstoff vom Bunkerboot.im Fischereihafen
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