
Einst ein Seehafen, seit 1974 nur noch über eine Schleuse zu erreichen. Durch Eindeichung und Aufspülung zur Industrieansiedlung wurde aus dem alten Hooksieler Tief ein Binnensee, an dem sich einige Marinas und eine Werft angesiedelt haben. Der Aussenhafen, in dem die Hooksieler Granat- und Muschelkutter liegen, ist für Übernachtungen nur bedingt geeignet.
Ansteuerung: Der Vorhafen fällt nicht trocken - auch die Zufahrt nicht, aber sie wird bei Ebbe sehr schmal. Die Südmole ist befeuert (LFl.R.6s). Beim Ansteuern unbedingt die grüne Tonne H 3 runden. Dahinter ist ein unangenehmes Flach.
Im Aussenhafen gibt es Diesel an der Bunkerstation (Südseite des Hafenbeckens) und einen Fischimbiss oben auf der Kade bei den Kuttern. Im Vorhafen liegt noch der Rettungskreuzer Vormann Steffens der DGzRS. Wenn die Kutter reinkommen kriegt man frischen Fisch und Granat direkt vom Kutter.

Schleuse Hooksiel: Sie wird zu regelmäßigen Zeiten bedient (siehe Plan). Man setzt die Flagge »N«, um zu zeigen, dass man durch die Schleuse will. An den Wochenenden, wenn die vielen Yachten vom Hooksmeer ein- und ausschleusen, herrscht ein ziemliches Gedränge.

Durch die Schleuse gelangt man ins Hooksmer (Hooksieler Binnentief), ein schmaler, an die 4km langer See, der beim der alte Hafen endet. Ein Boot mit einem Tiefgang bis zu 1,9m kann gut das Hooksmeer befahren, sofern es sich im Tonnenstrich hält. Die in den Karten mit 2,0 bis 3,5m angegebenen Wassertiefen werden nicht überall erreicht.
Der nicht nur interessanteste, sondern auch schönste Hafen am Hooksmeer ist der an seinem Scheitel gelegene alte Hafen von Hooksiel. Er wurde 1546 als Vorhafen von Jever gebaut, nachdem die von der Harlebucht und von der Jade nach Jever führenden Wasserläufe immer mehr verschlammt waren. Aus dieser Zeit stammen noch die schönen großen Backsteinhäuser am Hafen, ehemals Packhäuser und Kaufmannshöfe. In einem ist jetzt ein stilvolles Restaurant eingerichtet. Um 1800 lagen in Hooksiel 20 Handelsschiffe, die zu vielen europäischen Häfen fuhren. Seine Blütezeit erlebte der kleine Hafen in der von Napoleon verhängten Kontinentalsperre (1803-18), als hier auf Teufel komm heraus Schmuggel betrieben wurde. Der Hafen ist sehr schön restauriert worden, alles aus altem, rotbraunem Backstein gemauert. Im hübschen Ort viele Geschäfte. Am Hafen mehrere gute Restaurants. Zum Ansehen: ein MuschelMuseum. Die ersten 24 Stunden darf man kostenlos liegen. WCs und Duschen sind vorhanden. Direkt an der Schleuse liegt die Werft Hooksiel mit Reparaturmöglichkeiten (30-t- Travellift).
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