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Minsener Oog: Wal gestrandet

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Mitarbeiter des Mellumrats haben auf Minsener Oog einen vier Meter langen Wal gefunden. Nach Größe, Maßen und Form von Fluke und Finne, könnte es sich um einen Nordsee-Schnabelwal handeln. Diese Walart ist im nördlichen Atlantik verbreitet und kommt auch in der Nordsee vor. Sie kann eine Länge von bis zu 5,5 Metern und ein Gewicht von 1,5 Tonnen erreichen. Strandungen an der deutschen Küste sind bislang selten, aber der gestrandete Kadaver weist Verletzungen auf, die von einer Schiffsschraube stammen könnten.

Gesichtet wurde der Wal auf einer Sandbank. Um ein Abdriften in den Schifffahrtsweg zu verhindern wurde er provisorisch abgedeckt. Ursprünglich war geplant, den Kadaver mit Unterstützung des Wasser- und Schifffahrtsamts in Wilhelmshaven auf einen höher gelegenen Teil der Insel zu schaffen. Nach exakter Bestimmung der Art sollte das Skelett des Meeressäugers präpariert und der wissenschaftlichen Sammlung des Museums für Natur- und Mensch in Oldenburg zugeführt werden.

Allerdings machte die Springtide einen Strich durch die Rechnung. Dazu kam stürmischer Wind aus Südwest, der den Wal wieder forttreiben lies. Die Wasserschutzpolizei wurde informiert, denn ein Kadaver dieser Größe kann für Sportboote ein Ernst zu nehmendes Hindernis sein.

Bei Sichtung des Wals wird deshalb um Unterrichtung der Wasserschutzpolizei und der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven gebeten.

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