Mit Hilfe der Sperrwerkstore will Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Abstimmung mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Emden (WSA) das Ungleichgewicht zwischen Ebbe und Flut in der Ems in den Griff bekommen.
Der Trick besteht darin, das Sperrwerk teilweise zu schließen, so dass bei Flut nicht mehr so viel Wasser die Ems und damit auch nicht mehr soviel Schlick aufwärts strömt. Es gibt nach Angaben der Behörden keine Möglichkeit, über Computersimulationen die Auswirkungen der Probestaus nachzubilden.
Bei den ersten Schließungen der vergangenen Tage ging es in erster Linie darum, die Auswirkungen der Teilschließung auf die Sperrwerkstechnik und die Schifffahrt zu ermitteln. Zusätzlich wurde mit vier Boote und zahlreichen Messinstrumenten rund um das Sperrwerk die Fließgeschwindigkeit, die Trübung und der Schwebstoffanteil gemessen.
Die Ems wird während der Testläufe jeweils sechs bis sieben Stunden lang pro Tag für Schiffe gesperrt. Die Strömung in den Schifffahrtsöffnungen erhöht sich durch die Sperrung der anderen Tore derart, dass Schiffe das Emssperrwerk nicht ohne Gefahr passieren können.
Im Frühjahr soll eine weitere Testreihe folgen. In der zweiten Phase soll auf der Basis der jetzt gesammelten Erkenntnisse die beste Betriebstechnik für das Emssperrwerk ausprobiert werden.
Zeitgleich zu den Probestaus wird eine weitere Alternative untersucht. Mit Hilfe einer Art Unterwasserdamm (Sohlschwelle) und einer Schleuse könnte man ebenfalls den Schlickeintrag verhindern. Die Kosten liegen bei mehreren hundert Millionen Euro.






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