
Um den Neubau der Nesserlander Schleuse haben sich 25 Firmen beworben. Dies wurde seitens Niedersachsen Port in Emden bekannt gegeben. Weitere Details wurden aber mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht genannt.
Niedersachsen Ports hat eine Vergabegruppe eingesetzt, die sich mit den eingesandten Unterlagen befasst. Das Projekt Nesserlander Schleuse ist europaweit ausgeschrieben worden.
Mit den ersten Arbeiten für den Schleusenneubau soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Als Bauzeit sind rund drei Jahre eingeplant. Ende 2012 soll die Nesserlander Schleuse wieder betriebsbereit sein. Sie war dann insgesamt sechs Jahre außer Betrieb. Für Sportboote stünde sie somit 2013 wieder zur Verfügung.
Die Nesserlander Schleuse wurde von 1883 bis 1888 gebaut. Durch sie wurde der Binnenhafen tideunabhängig. Im Laufe der Zeit fanden verschiedene Umbaumaßnahmen und Trockenlegungen sowie Sanierungen der Schleuse statt. Die seit Jahren dringend erforderliche Sanierung hat einen technischen Hintergrund, hängt aber auch mit den Anforderungen an ein Bauwerk in der Hauptdeichlinie zusammen. Die Schleuse ist rund 1,50 Meter zu niedrig.
Vor das alte Außenhaupt und das Binnenhaupt werden jeweils neue Schleusenhäupter mit Schiebetoren gesetzt. Die Schleusenkammer wird 170 Meter lang (bislang 110 Meter) und 18 Meter breit (bislang 14,30 Meter) sein und fasst damit auch kleine Seeschiffe. Die Sanierungskosten liegen bei ca. 60 Millionen Euro.






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