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Seenotretter ziehen Zwischenbilanz

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DGzRS Logo790 Menschen haben die Besatzungen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) in den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 aus Seenot gerettet und aus Gefahrensituationen befreit (2008: 991). Von den 61 Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten in Nord- und Ostsee wurden 1966 (2008:1939) Einsätze gefahren.

Nach Beobachtungen der Seenotretter hat sich in den vergangenen Jahren der Ablauf der Jahreszeiten um ein Quartal voraus verschoben. April, Mai und Juni ziehen längere, sommerliche Schönwetterperioden mit sich, während der Sommer bis in den September hinein mit eher herbstlichem Charakter wahrgenommen wird. Kräftige und kurze Starkwind - und Sturmperioden wurden häufiger registriert. Das führte in der Mehrzahl  zu einem geringfügig erhöhten Einsatzaufkommen gerade für die Freizeit-Schifffahrt.

Insgesamt wurden 27 Einsätze mehr gefahren; die Zahl der aus Seenot geretteten und Gefahr befreiten Personen ging um 101 zurück. In zahlreichen Fällen konnten die Seenotretter frühzeitig eingreifen und Schäden im Vorfeld begrenzen. Auch wurde  beobachtet, dass in einigen Revieren weniger Wochenendtörns zugunsten einer längeren Urlaubsreise  angetreten wurden.

In Nord- und Ostsee wurden zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2009

  • 93 Menschen aus Seenot gerettet und
  • 697 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit,
  • 408 Erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,
  • 76 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
  • 896 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
  • 354 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

Spender zurückhaltend

Nach einem eher zögerlichen Verlauf bei den Sammlungserlösen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2009 blickt die DGzRS mit Sorge auf die Entwicklung bei den Spendeneinnahmen. Große Hoffnung wird in die letzten beiden Monate gelegt.

In den kommenden Wochen wird sich das Seenotrettungswerk wieder an die Öffentlichkeit wenden, über seine Arbeit informieren und die Menschen im ganzen Land um Unterstützung bitten.

Das Spendensiegel vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) in Berlin ist der DGzRS für das Jahr 2009 verliehen worden. Zum wiederholten Male findet die Arbeit auf See und an Land damit Anerkennung. Der sinnvolle Einsatz der Spenden für einen modernen Rettungsdienst und für die professionelle Schulung des Personals ist gewährleistet.

61 Seenotrettungsboote und Seenotkreuzer werden in Nord- und Ostsee, zwischen Borkum und Ueckermünde eingesetzt. 185 fest angestellte und rund 800 ehrenamtlich tätige Seenotretter sind auf 54 Stationen auf den Inseln und entlang der Küsten ständig einsatzbereit.

Wer spenden möchte, kann dies hier tun.

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