Silke Endelmann wird den Segel-Klub Juist zukünftig als erste Vorsitzende führen. Mit ihrer Wahl am letzten Samstag auf der Jahreshauptversammlung hat - nach dem WSV Hooksiel mit Dörte Salvarius - nun ein zweiter Wassersportverein an der Küste und auf den Inseln eine Frau den Vorsitz inne. Silke Endelmann tritt die Nachfolge von Erich Hahn an, der insgesamt 26 Jahre im Vorstand war - davon 16 Jahre als erster Vorsitzender.
Trotz der vielen Arbeit und auch etlichen Nackenschlägen habe ihm die Arbeit im Vorstand des SKJ immer viel Freude gemacht, sagte der scheidende Vorsitzende. Mit der Verwirklichung des Projektes neuer Bootshafen ist in seiner Amtszeit einer der schönsten Häfen auf den Inseln entstanden. Trotz hoher Investitionen stehe der Klub wirtschaftlich auf gesunden Füßen. Deshalb sei es jetzt an der Zeit, das Ruder zu übergeben. Er forderte die Mitglieder auf, mit dem neuen Vorstand konstruktiv, engagiert und vertrauensvoll zusammen zu arbeiten, denn es geht darum, handfeste Probleme wie etwa die Hafenverschickung in den Griff zu bekommen. Als zukünftig hauptamtlicher Hafenmeister wurde Stefan Erdmann vorgestellt.
Mit großem Interesse wurde auch der Bericht zum Bootshafen erwartet. Hafenausschuss-Sprecher Hans-Ludwig de Vries teilte mit, dass man bis Anfang Mai dieses Jahres eine Baggerung durchgeführt haben will, so dass rund 80 Zentimeter Wasser im Hafen stehen bleiben sollen. Wichtig sei, dass vor den Baggerarbeiten der Gemeindehafen entsprechend auf Tiefe gebracht werde. Gleichzeitig soll ein Fachinstitut die Gründe der Verschlickung suchen und entsprechende Gegenmaßnahmen erarbeiten. Der oft angedachte Vorschlag eines Fluttores im Einfahrtsbereich, der den Schlickeintrag mindern soll, wurde vom Ausschuss inzwischen wieder verworfen. Neben den hohen Baukosten weiß niemand, wie effektiv diese Maßnahme ist. Außerdem sei die Schwallschutzwand von der Statik her nicht dazu ausgelegt, größeren Wasserunterschieden auf beiden Seite stand zu halten.
Zudem sollen vom Vorjahreserlös zwei weitere Schwimmstege mit zwanzig Plätzen und den entsprechenden Fingerstegen angeschafft, der Fahnenmast aufgestellt und die Stromkästen überholt werden, weiter will man den WLAN-Anschuß für die Bootslieger aktiviert wissen. Auch die Fernziele, wie ein entsprechendes Hafenmeisterbüro, ein kleines Bierlokal in Stegnähe und der Ausbau des Sanitärgebäudes, will man im Auge halten. Die Versammlung gab per Abstimmung grünes Licht für die Erweiterungsmaßnahmen und die Ausbaggerung im Frühjahr.






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