Auf der letzten Sitzung des Zweckverbandes Schlüttsiel wurden die Probleme des Yachtclubs Dagebüll-Schlüttsiel zum bestimmenden Thema. "Ab Windstärke sechs haben wir mit unseren Booten große Probleme im Bereich der Liegeplätze", erklärte Thomas Nissen vom Yachtclub. "Mit einem guten Gewissen kann man dort sein Boot eigentlich nicht lassen."
Diese Einschätzung wurde von den anwesenden Seglern unterstützt. Einige haben sich bereits neue Plätze in sichereren Häfen an der Westküste gesucht. "Von den 24 Liegeplätzen sind nur noch zehn belegt", berichtete Nissen. Wenn für die Sportboote kein größerer Schutz geboten werde, sei damit zu rechnen, dass die Anlage unter Umständen in diesem Jahr ganz aufgegeben werden müsse. "Die Angelegenheit wird weiter verfolgt", kündigte die Verbandsvorsitzende Claudia Weinbrandt an. Ein Ausbau der Anlegestelle zu einem Schutz-Hafen wird nach ihren Worten allgemein positiv bewertet - gerade mit Blick auf den Tourismus. Pellworms Amtsvorsteher Klaus Jensen befürwortet das Projekt ebenfalls.
Erlebnis-Hafen Schlüttsiel?
"In der jetzigen Form ist Schlüttsiel als Schutz-Hafen völlig ungeeignet", kritisierte Grödes Bürgermeister Volker Mommsen. Nach seiner Ansicht sollte nach einem Konzept gesucht werden, dass allen Interessen gerecht wird. Sein Hooger Kollege Matthias Piepgras warf den Begriff von einem "Erlebnis-Hafen Schlüttsiel" in die Runde. Allein für eine bessere und sicherere Ausstattung für die Segler werde es keine Fördergelder geben, gab er zu bedenken. Deshalb müsse mit dem Tourismus und vielleicht mit dem Status des Weltnaturerbe argumentiert werden.
Um die Abwanderung der Segler zu verhindern, forderte Johannes Volquardsen notwendige Reparaturen im Bereich der Sportboot-Anlegestellen vorzunehmen. Nun soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die ein geeignetes Konzept für den Hafen entwickeln soll.






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